Die Erlebnisse auf einem anderen Kontinent

23Juli
2014

Goodbye Malawi :-(

Heute musste ich Malawi leider verlassen. Es war nicht gerade leicht, Abschied zu nehmen von den wunderbaren und netten Menschen hier. Obwohl die meisten Menschen mit weniger als 1 Fr. pro Tag leben, würden sie mit Abstand den Freundlichkeits-Award gewinnen. Meine fünf Wochen gingen meines Erachtens viel zu schnell vorbei.

Das letzte Wochenende verbrachte ich wieder in CapeMaclear mit allen Volunteers. Da unserer Volunteerfamilie gewachsen ist auf 13 Leute, gingen wir mit einem Motola nach CapeMaclear. Dies ist nichts anderes als ein Auto mit einer grossen Ladefläche, ähnlich wie ein Lieferwagen. Dies ist hier das "normale" öffentliche Verkehrsmittel. Wir sassen alle 13 auf der Ladefläche für die 3h Fahrt. In Malawi ist dies Alltag, in der Schweiz wäre das verboten. Es war soooo unbequem, aber richtig cool. Wir hatten tolle Gespräche und Mais und Breadrolls zum Essen.
Das Wochenende verbrachten wir am Strand und in der Disco. Samstagabend waren wir bis 4 Uhr in der Disco. Die Musik war nicht gerade überragend, aber die Leute waren alle super nett.
Unter anderem habe ich den malawischen Aussendienst Verantwortlicher für Malbro Zigaretten kennen gelernt und weiss nun, dass Malbro der Rohstoff der Zigaretten in Malawi bezieht für unglaublich 2 Dollar pro Kg. Ein Kilogramm reicht für 200 Päckchen. Keine Angst ich bin und bleibe Nichtraucherin, aber es war ein spannendes Gespräch. Am Sonntagabend blieb mir nichts anderes übrig, als meinen Koffer zu packen und am Montagmorgen hiess es Abschied nehmen von allen tollen Volunteers, Amy (unsere Chefin), Annette (unsere geniale Köchin), Fyness (Preschool-Lehrerin), Laston und natürlich von allen Kids. Auf dem Weg zum Flughafen stoppt der Fahrer noch ein letztes Mal in der Preschool und alle Kids winkten und rannten dem Auto nach. Es war so herzig, dass mir die Tränen kamen.

Der Flug verlief ohne Probleme. Zum ersten Mal hatte ich eine Zwischenlandung, wo wir im Flugzeug blieben. Speziell war, dass wir uns abschnallen mussten, als sie das Flugzeug mit Benzin füllten. In Nairobi hatte ich den Marathon von einem Gate zum anderen gemacht auf der Suche nach einer Boardingkarte. Niemand hatte mir richtig Auskunft gegeben, da ging ich vom Gate 11, zu Gate 6, dort wurde ich zum Gate 4 geschickt, dann war es wieder 11 und zum Abschluss landete ich beim Gate 14. Schlussendlich bekam ich meine Boardingkarte, aber zum Glück hatte ich genug Zeit. Die Reise nach Zürich verlief dann ohne spannende Ereignisse.


Kurz und Bündig
Ich werde Malawi und natürlich Lifuwu vermissen und nie vergessen. Es war eine unvergessliche Zeit und ich hoffe, dass dies nicht das letzte Mal in Malawi war. Es klappte alles perfekt und ich kann jedem die Zuger Organisation Help2kids empfehlen.

Ich möchte mich bei allen Lesern herzlich bedanken für die über 500 Besuche meines Blogs und für die vielen Kommentaren. Ich bin überwältigt über diese Zahl, denn ich hätte nicht gedacht, dass sich so viele für mein Abenteuer in Afrika interessieren. Auf Wunsch mache ich gerne eine Präsentation über meiner Zeit in Malawi oder gebe auch gerne persönlich Auskunft.
17Juli
2014

Blog und Nachmittagsaktivitäten

Meine Tage sind hier leider gezählt. Schon bald werde ich in die Heimat zurückreisen. Diese Woche war nochmals ganz spannend, da ich nochmals an verschiedenen Projekte mitwirkte.
Am Morgen war ich wie schon in der letzten Woche in der Preschool. Am Nachmittag habe ich verschiedene Projekte gehabt diese Woche.

English class
Am Mittwoch und Donnerstag hatte ich die letzten zwei Stunden mit meinen Englisch Schülern. Ich unterrichtete Erwachsene aus dem Dorf Englisch. Es waren immer sehr coole Stunden und meisten las ich mit ihnen und lies sie die Geschichte zusammenfassen. Ich fand es sehr toll, dass ich auch mit Erwachsenen zusammenarbeiten konnte.
Heute haben wir einige Fragen gestellt und sie mussten die Antwort in einem Satz aufschreiben. Mich haben einige Antworten sehr nachdenklich gemacht.
Folgende zwei Fragen habe ich gestellt:

Was ist dein Lieblingstier?
Student: Huhn, da es ein Nahrungsmittel ist.

Von was hast du die grösste Angst?
Student: Vor der Zukunft, dass ich nicht gut genug bin.

Computer class
Am Mittwoch unterrichtete ich eine Computer-Lektion, da ein Volunteer krank war. Ich habe die Erwachsenen völlig überschätzt. Es gibt einige die nicht wissen, wie man die Maus bewegt, oder eine Zeilenabstand macht. Ich hatte 12 Erwachsene, 6 Computers und musste alles mündlich erzählen, da ich keinen Beamer hatte um etwas vorzuzeigen. Meine Studenten waren beeindruckt, als sie ein Bild in das Word-Dokument einfügen konnten.

Help2kids Blog
Help2kids hat einen monatlichen Blog. Diesen Blog handelt von uns Volunteer, unter anderem handelt er auch um mich. Wer interessiert ist, kann den Blog unter http://www.help2kids.org/waisenhaus/blog-malawi/blog-post/2014/07/10/warm-heart-of-africa.html nachlesen.



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16Juli
2014

Outrage-Klinik

Ich habe noch einen Eintrag nachzuliefern von letzter Woche.

Ich hatte die Möglichkeit beim Outrage-Programm der Klinik mithelfen. Dieses Programm ist vergleichbar mit Hausbesuchen eines Arztes. Der Arzt geht zwei Mal die Woche in eines der umliegenden Dörfern und kümmert sich dort vor allem um die Gesundheit der Kids. Alle Kids werden gewogen und geimpft. Die Impfung bezahlt der Staat. Unser Job war es die Babys zu wiegen und in den Pass einzutragen. In dem Diagramm konnte man auch gerade sehen, ob das Kind an Untergewicht leidet. Es war noch ziemlich schwierig das Gewicht abzulesen, da einige Babys anfingen zu weinen und dann zappelten. Die Wage war an einem Baum angehängt und die Müttern brachten die Kids in Tüchern und hängten das Tuch an den Haken der Waage. Mein Highlight war, als ich ein 2 Monate altes Baby halten durfte.

Ausserdem hatten wir die Möglichkeit die Klinik zu besichtigen. Hier sind einige Bilder:



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15Juli
2014

Safari-Trip

Tag 0
Heuten startet unser Safari-Abenteuer in Lilongwe. Lilongwe ist die Hauptstadt Malawi, aber wirklich sehenswert ist sie nicht. Meine Kollegin und ich hatten aber zuerst ein anderes Ziel. Um über die Grenze nach Zambia zu kommen, braucht man eine Yellow-Fever Impfung. Dies habe ich natürlich nicht gewusst, da ich dieser Trip kurzfristig plante und alle Schweizer Homepages etwas anderes deklarieren. Um nicht an der Grenze warten zu müssen, wollten wir auf Nr. sicher gehen und machten uns auf die Suche nach einem Spital. Wir besuchten das grösste Spital in Lilongwe. Die erste Challenge war herauszufinden, wo wir fragen müssen, denn es gab keine Auskunft oder Rezeption. Glücklicherweise fragten wir gerade den richtigen Doktor, der uns an den richtigen Ort führte. Die Dame gab uns Auskunft und erklärte uns, dass sie keine Yellow-Fever Impfungen haben, aber sie kann uns eine Bestätigung für umgerechnet 3 Franken geben. Dies kam uns gerade entgegen, denn ich wollte mich nicht von einer Ärztin hier behandeln lassen, da die Hygiene nicht so strikt eingehalten wird. Sie verkaufte uns einfach einen malawischen Impfpass mit dem Stempel und Unterschrift für die Yellov-Fever Impfung. Was man schon alles für Geld macht! Übrigens gibt es in ganz Malawi keine Möglichkeit, die Impfung zu bekommen.
Nun stand unserem Abenteuer nichts mehr im Wege.
Den Nachmittag verbrachten wir am Markt. Eigentlich nur um uns umzusehen und Zeit zu verbringen. Die Marktverkäufer gingen mir aber mit der Zeit auf den Wecker. Man konnte nicht einfach schauen, sondern musste ALLES! anschauen, was der Verkäufer zu verkaufen hat. ich schaute sicher 500 Bilder an, obwohl ich jedesmal sagte, dass ich kein Bild kaufen will und werde. Die Händler liessen sich nicht beeindrucken und bereiteten ihre Bilder vor mir aus. Mit einem Händler verbrachte ich sicher 45 Minuten um ihm zu erklären, dass ich nicht an jedem Stand etwas kaufen kann. Schlussendlich gab er auf, aber ich liess mich auf eine Runde Bawlo ein. Dies ist ein Brettspiel aus Malawi. Es fasziniert mich jedes Mal auf das Neue, wie freundlich die Einwohner sind und ausserdem bin ich stolz auf meine Rede- und Handelskunst.
Am Abend assen wir in unserer Unterkunft ein sehr feines Reiscurry mir Kartoffeln. Ausserdem ging es früh ins Bett um am nächsten Tag ready für das Abenteuer Zambia zu sein.

Tag 1
Mit einer Stunde Verspätung fuhren wir mit einem Bus Richtung Zambia. In unserer Gruppe sind wir 10 Leute, davon 8 Studenten und ein Ehepaar. Die Fahrt dauerte 6 Stunden und wir haben 320 km zurückgelegt. Am späteren Nachmittag kamen wir in unsere Lodge CrocValley an. Die Lodge liegt am Luangwa Fluss und dadurch konnten wir von unserem Zelt die Flusspferde beobachten. Wir schliefen in einem hübschen Zelt, eingerichtet wie ein Hotelzimmer mit Dusche und Wc. Am Abend ging es nach dem Abendessen früh ins Bett, da am Morgen um 5 Uhr Tagwache war.
Ich war so aufgeregt, dass ich kaum schlafen konnte.

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Tag 2
Mit einem offenen Fahrzeug ging es pünktlich um 6 Uhr los. Meine erste Safari! Ich war sehr gespannt, was wir alles zu sehen bekommen. Das was mich aber erwartete, war genial. Ich dachte, dass wir die Tiere von einer Distanz von ca.200m beobachten würden. Mit dieser Vorstellung lag ich aber ganz falsch. Wir beobachteten Tiere aus einer Distanz von 20m und sahen in dieser 4stündigen Safari ziemlich alle Tierarten, ausser die Löwen. Mein Highlight war der Leopard, der auf der Jagd war und die kleinen verspielten Affen.
Um 16 Uhr ging es auf die Nachtsafari. Die ersten zwei Stunden bei Tageslicht, danach zwei Stunden bei Dunkelheit. Dazwischen hatten wir nein Picknick mit Popcorn und Getränk. Wir sahen diese Nacht 11 Löwen marschieren. Zudem viele kleine nachtaktive Tiere und sogar eine Hyäne, die auf der Suche nach Futter war. Ausserdem haben Elefanten unsere Lodge unsicher gemacht. ich finde es unglaublich, wie nahe die Elefanten an die Zelte kommen. Aus diesem Grund darf man kein Essen im Auto oder in den Zelten aufbewahren, ansonsten kommen die Elefanten und wenden Gewalt an um an das Futter zu kommen.



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Tag 3
Der Sonntag lief wieder gleich ab, wie der Samstag. Am Morgen wurden wir von den Affen geweckt, die unser Zelt als Spielplatz nutzen. Mir hat vor allem die Nachtsafari sehr gut gefallen, da wir die Löwen wieder gesehen haben. Ausserdem hatten wir die Möglichkeit eine Büffelherde mit über 250 Tieren zu beobachten. Zudem sahen wir noch einen Leopard in der Nacht. Unsere Führerin war genial. Sie ist die einzige Frau in ganz Zambia, die diesen Job ausübt. Wir haben sie gefragt, warum dies der Fall ist und sie meinte, dass die Frauen zu schüchtern sind und der Test ziemlich hart ist. Der Test beinhaltet folgende Bereiche Sicherheit, Tier-, Pflanzen-, Himmel-, Vogelkunde, Mechanik, Geländekenntnisse, Englisch und noch viel mehr. Man wird mündlich und schriftlich getestet und man muss mind. 80 Prozent der Punktzahl erreichen um zu bestehen. Besteht man die Prüfung nicht, muss man ein Jahr warten, bis man es wieder versuchen kann.
Am Abend schauten wir noch das Fussballfinale, wobei ich so müde war, dass ich nach der ersten Hälfte der Verlängerung ins Bett ging :-/

Tag 4
Heute ging es leider wieder zurück nach Malawi. In Lilongwe suchte unser Reiseführer für uns eine Möglichkeit nach Salima zu kommen. Wir konnten mit einem Kollegen von ihm nach Salima im privaten Taxi fahren. Im Auto waren 11 Personen, es war aber nur ein Auto für 8 Personen, aber dies ist Afrika. Man nimmt so viele Personen wie möglich mit, so wird es nämlich für alle billiger. In Afrika gibt es unglaublich viele Polizeikontrollen. Die Strasse ist gesperrt und man muss anhalten und der Polizist checkt Fahrzeug und fragt einige Frage. Wir fühlten uns ziemlich sicher, da an jeder Station nach uns gefragt wurde. Von Salima bis nach Lifuwu wollten wir eigentlich öffentliche Verkehrsmittel nehmen, aber da es schon dunkel war, fuhren keine mehr, also fragten wir den Fahrer, ob er uns nach Hause chauffieren konnte.

Der Trip war super und ich bin froh, konnte ich einmal eine Safari machen. Wir haben viele Tiere gesehen und hatten eine fantastische Zeit. Nun geht es wieder an die Arbeit...

Tionana Geraldine
10Juli
2014

Happy Birthday

Vielen Dank für die vielen Glückwünsche, die ich heute gekriegt habe. Ich habe mich sehr gefreut. Mein Tag hier war wieder einmal fantastisch. Am Morgen gab es Breadrolls zum Frühstück. Breadrolls sind schwierig zu beschreiben, aber sie sind sehr fein. Der Tag hat also schon sehr gut begonnen.

Am Morgen war ich wieder in der Preschool. Ich lehrte den Kids einen neuen Song, den Früchte-Song. Dieser Song hat ihnen sehr viel Spass gemacht und sie wollten nicht mehr aufhören. Ausserdem haben sie mir Happy Birthday gesungen, dies war so herzig... Ich liebe meine Kids. Heute hatten mir zwei Girls beim Abwasch geholfen :-)

Am Nachmittag war ich verantwortlich für die Kids im Kidscorner. Wir, Volunteers spielen während 90 Minuten mit den Kids. Was wir genau mit den Kids machen, ist uns überlassen. Heute malten die Kids schöne Zeichnungen und im 2.Teil machten wir mit ihnen verschiedene Spiele (Güggelikampf...). Natürlich durfte auch das Fotoshooting nicht fehlen und da die Kids sehr gerne fotografieren, waren es schlussendlich über 500 Fotos.

Am Abend backten wir hausgemachte Malawien-Pizzas. Die Pizzas waren köstlich. Schlussendlich wurde ich noch mit einem selbstgebackten Kuchen von unserer Köchin überrascht und meine Kolleginnen fanden sogar ein Kerzchen, dass ich ausblasen konnte. Zum Abschluss des Tages schauten wir noch einen Film.

Kurz zusammengefasst: Ich verbrachte einen tollen Tag in Malawi. Morgen geht es nach Lilongwe und dann am Freitag gehe ich auf Safari nach Sambia. Aus diesem Grund hört ihr wahrscheinlich erst wieder Dienstag von mir...

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07Juli
2014

Volunteer-Life

Ihr habt euch sicher schon gefragt, was wir Freiwilligen in unserer Freizeit machen. Tja, viel gibt es in Lifuwu nicht zu machen. Viel mehr als der Markt gibt es auch nicht zu sehen, aber wir Volunteers verbringen gemeinsam eine grossartige Zeit hier.
Am Abend sitzen wir zusammen, spielen verschiedene Spiele, schauen Filme (inklusive Popcorn), gehen ins Kino oder kochen gemeinsam. Es macht sehr viel Spass, da wir eine multikulturelle Gruppe sind. Momentan sind wir 9 Volunteers aus Deutschland, Schottland, England, Chile, Amerika, Schweiz, Frankreich und Italien.

Ich möchte euch nun über einige Erlebnisse berichten.

Family-Night
Einmal in der Woche haben wir Family-Night. Da kochen und essen wir mit den Angestellten gemeinsam. An diesem Freitag grillierten wir und feierten den Nationalfeiertag von Amerika und Malawi. Malawi wurde an diesem Wochenende 50 Jahre alt. Im Dorf selber wurde dies, nicht gefeiert.
Family-Night ist speziell, da wir unser Menu schon im Voraus planen und dann entsprechend einkaufen. An den anderen Tagen kochen wir in kleinen Gruppen mit den Zutaten, die wir im Haus haben.

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Kino
In unserem kleinen Dorf gibt es ein Kino. Ich konnte es nicht glauben, bis ich es mit eigenen Augen gesehen habe. Es ist ein Raum, ausgestattet mit Holzbänken und einem Fernseher mit kleinem Bildschirm. Im Moment läuft die Fussball-wm im Kino. Wir gingen auch einige Spiele schauen. Die Bänke sind zwar mit der Zeit sehr unbequem, aber die Übertragung klappt problemlos. Man bezahlt 50 Kw Eintritt, dies sind umgerechnet ca.10 Rappen.

Ausflug zur Lizard-Island
Heute machten wir einen Ausflug, den wir eigentlich für den Samstag geplant hatten. Da aber der Motor am Samstag den Geist aufgab, mussten wir den ganzen Trip auf heute verschieben. Wir fuhren mit einem Holzboot zu einer kleinen unbewohnten Insel. Die einzigen Bewohner sind kleine Eidechsen. Wir erkundeten die Insel. Die Natur ist atemberaubend schön. Wir hatten auch die Möglichkeit im klaren Wasser zu schwimmen und Fische zu beobachten. Ich habe euch noch gar nicht erzählt, dass ich bis jetzt um die 50 frei lebenden Affen gesehen habe. Schon beeindruckend, wie die friedlich (jedenfalls meisten) in der Natur leben.

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06Juli
2014

Gottesdienst

Heute hatte ich die Möglichkeit mit unserer Köchin Annette in die Kirche zu gehen. Ich wollte nämlich einmal einen afrikanischen Gottesdienst mitverfolgen und da wir an diesem Sonntag nichts geplant hatten, war dies ein guter Zeitpunkt.

Wir trafen uns bei ihr zu Hause und gingen mit ihr dann zur Kirche. In Lifuwu gibt es nicht nur eine, sondern ca. 7 Kirchen. Ich nehme an, dass jede Kirche zu einer anderen Konfession gehört.

In der Kirche sitzen, die Männer und Frauen getrennt. Die Männer sitzen auf den Bänken rechts, die Frauen auf den linken Bänken. Fünf Männer sitzen vorne, dies waren die Pfarrer oder Prediger. Warum es gerade 5 sind, weiss ich nicht. Die Kirche ist sehr spärlich ausgestattet. Es gibt einige Reihen Betonbänke, ein Rednerpult und an der Wand hängen die Nummern der Lieder, die gesungen werden. Ansonsten ist der Innenraum leer. Von aussen erkennt man die Kirche nur am Kreuz und an den Fenstern.

Der Gottesdienst dauerte zwei Stunden. Es war sehr lang, da der Gottesdienst in Chichewa abgehalten wird und wir nichts verstanden. Es war aber trotzdem eine spannende Erfahrung. Neben den Predigten und Gebeten, gab es auch eine Jugend- und eine Frauengruppe, die acapella sangen und tanzten. Die Jugendgruppe probt 3mal pro Woche und singen sehr gut.
In der Mitte des Gottesdienst, wurden wir vom Pfarrer aufgefordert nach vorne zu kommen um uns vorzustellen. Da gingen wir, die 3 azungo (white people) nach vorne. Als ich den Leuten erzählten, dass ich aus der Schweiz komme, meinte der Pfarrer, dass die Schweizer sehr gut Fussball spielen :-)
Er erklärte der Gemeinde, dass alle Gläubigen an den gleichen einzigen Gott glauben, ganz egal welche Religion und Kultur sie prägt. Die Gemeinde begrüsste uns herzlich.

Wie bei uns üblich, wurden auch hier Spenden gesammelt. Dies ist anscheinend der Grund, warum nur die "reichen" Einwohner in die Kirche gehen und die Kirchen nur halbvoll sind. Ich weiss nicht, ob die Spenden freiwillig oder obligatorisch sind.

So, dies waren meine Erfahrungen in einem afrikanischen Gottesdienst.

Am Nachmittag planten wir einen Trip zu den Marktstände, an denen verschiedene Holzschnitzereien verkauft werden. Dieser Markt ist ca. 5 km von unserem Dorf entfernt. Damit wir nicht laufen mussten, nahmen wir Velo-Taxis. Man sitzt dort auf einem gepolsterten Gepäckträger und wird dann von Punkt A zum Punkt B chauffiert. Es war ziemlich ungewöhnlich, evt. auch ein bisschen gefährlich, denn wir waren ziemlich schnell unterwegs und ob die Bremsen wirklich funktionierten weiss ich nicht. Das Velo war jedenfalls ein Rosthaufen.

Die Händler verkauften immer wieder die gleichen Artikel an den Ständen. mit der Zeit wurde es schon nervig, da jeder Händler fragt, was man toll findet und wie viel man bezahlen würde. Wenn man sich aber überlegt, dass sie von den Kunden leben um ihre Familien ernähren zu können, sehe ich dies in einer ganz anderen Perspektive. Die meisten sind froh, wenn sie ein paar Dollar verdienen. Ich nehmen nämlich nicht an, dass die Markthändler viele Kunden haben. Würden sie ihr Handwerk in der Schweiz ausführen, hätten sie sicher einige Kunden und würden einen guten Umsatz machen. Ich tauschte einige Gegenstände mit den Marktleuten. Ich hatte ein Jasskartenset zum Tauschen. Die Bedingung war, dass ich ihnen ein Spiel erklärte. Ich erklärte ihnen UNO. Wir spielten dann auch gerade einige Runden UNO, damit sie die Regeln besser kennenlernen. Jassen fand ich zu schwierig um zu erklären. Nach gut einer Stunde nahmen wir wieder unsere Velotaxis in Anspruch und fuhren nach Hause.
05Juli
2014

Chichewa

Heute gibt es ein Rätsel für euch. Was heisst das? Lösung wird am Abend aufgeschalten....

Mwadzuka bwanji. - Guten Morgen
Muli bwanji? - Wie geht es dir?
Ndili bwino. - Mir geht es gut
Ndili Bwinonso... Zikomo - Mir auch, danke
Dzina ianu dani? - Wie heisst du?
Dzina langa ndine Geraldine - Mein Name ist Geraldine
ukupita kuti? - Wohin gehst du?
Kazembe
Tionana... - Bis bald


Dies ist einen Auschnitt einer Konversation, die ich jeden Tag mit den Einheimischen führe. Die Amtsprache ist zwar Englisch, aber die wenigsten können wirklich gut Englisch sprechen. Die lokale Sprache ist nämlich Chichewa. Ich lerne jeden Tag dazu und einmal in der Woche haben wir Volunteers Unterricht in Chichewa. Dies ist sehr hilfreich, denn gerade meine jungen Kindern sprechen noch kein Englisch und darum sind wir gezwungen Befehle in Chichewa zu geben. Dies ist auch eines der grössten Probleme in der Vorschule/Kindergarten. Die Kids, wie auch die lokalen Volunteers sprechen nur Chichewa. Jetzt müsst ihr euch vorstellen, dass die lokalen Volunteers die Kids in der Nursery Schule in Englisch unterrichten sollten. Ausserdem ist die Zusammenarbeit eine Herausforderung, denn jedes Mal, wenn ich die lokalen Volunteers etwas frage, antworten sie mit yes. Ein Beispiel: Ich frage sie, ob der Porridge ready für die Kids ist. Sie antworteten: Ja. Ich schickte die Kids zum Schöpfen, aber das Essen, war alles andere als fertig....

Dafür finde ich es toll, wie offen und herzlich die Leute hier sind. Auf meinem Weg von der Unterkunft zur Schule bräuchte ich eigentlich nur 10 MInuten, aber meistens sind es fast 30 Minuten. Denn ich treffe, so viele Leute an, die so Freude haben, wenn ich versuche Chichewa mit Ihnen zu sprechen. Dann haben wir immer Begleiter dabei. Die Kids begleiten uns von Türe zu Türe, damit die Azungos sicher nach Hause kommen und sich nicht verlaufen. Nein, war ein Scherz. Aber die Kids lieben es, wenn wir sie an die Hand nehmen und nehmen dadurch gerne einen Umweg in Kauf.

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05Juli
2014

Mein neuer Job...

Ich darf euch neue News mitteilen... Ich habe die Erlaubnis bekommen, nun in der Preschool zu unterrichten. Dies mache ich im Teamteaching mit der angestellten Lehrerin. Ich habe sie anscheinend überzeugt am Testing-Tag, als ich hier assistierte.


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Heute war mein 2.Tag in der Preschool. Wir haben 100 Kids in einem Klassenzimmer. Vor der Pause stehen Buchstaben auf dem Programm. Vor zwei Tagen durfte ich das 1.Mal in die Preschool und die Lehrerin gab mir den Auftrag die Buchstaben A-G den Kids beizubringen. Geraldine musste improvisieren, da ich nicht wusste, dass ich an meinem 1.Tag gerade schon vor der Klasse stehe und alleine unterrichte. Ich habe gedacht, dass ich zuerst einmal zuschaue, aber ich bin ja eine Improvisationsmeisterin.
Das Schwierigste ist, dass ich nur sehr wenig Chichewa kann und dadurch das Englisch nicht übersetzten kann und die Kids meistens nicht verstehe, was sie mir sagen wollen. Ausserdem habe ich keine Ahnung von den Namen, aber ansonsten ging es sehr gut und ich freue mich jeden Tag den Kinder etwas beizubringen.

Heute bekamen alle ein Notizheft und sie konnten Schreiben lernen und ich korrigierte in der Pause alle Hefte der Kids. Die Kids hatten so Freude an den Smileys. Dann stand Englisch auf dem Stundenplan und die Lehrerin schlug mir vor, ich soll doch Tiere an die Wandtafel malen und die den Kids auf Englisch beibringen. Wer meine zeichnerischen Fähigkeiten kennt, weiss dass dies einfacher gesagt ist, als gemacht. Das Resultat sah gar nicht so schlecht aus und ich lernte Chichewa während die Kids Englisch lernten ;-)
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Mein Wandtafelbild

Die grösste Herausforderung ist es, dass der grösste Teil der Kids aufmerksam und ruhig ist. Dies ist nicht einfach mit 100 Kids im Klassenzimmer. Ausserdem ist mir aufgefallen, wie gerne die Kids etwas der Klasse vorzeigen oder nach vorne an die Tafel kommen, obwohl sie teilweise die Lösung gar nicht wissen. Dies habe ich in der Schweiz noch nie so erlebt, aber wahrscheinlich wollen die Kids einfach Aufmerksamkeit
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04Juli
2014

Die Landessprache - Ein Rätsel

Heute gibt es ein Rätsel für euch. Was heisst das? Lösung wird am Abend aufgeschalten....

Mwadzuka bwanji
Muli bwanji?
Ndili bwino.
Ndili Bwinonso... Zikomo
Dzina ianu dani?
Dzina langa ndine Geraldine
ukupita kuti?
Kazembe
Tionana...



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